Erfolgreiche Transferveranstaltung im Projekt ProMobiE: „Beratung und Qualifizierung für eine multimodale Zukunft der Mobilität“

BeratungQualifizierungAm 26. Februar 2015 fand in Bochum die erste Transferveranstaltung im Projekt ProMobiE unter dem Titel „Beratung und Qualifizierung für eine multimodale Zukunft der Mobilität“ statt. In deren Rahmen wurde diskutiert, wie die Zukunft der Mobilität aussehen kann – und welchen Herausforderungen sich ÖPNV-Unternehmen bei Beratung und Qualifizierung dabei gegenübersehen.

Parkplatznot, Staus, steigende Kosten für das Auto sowie umweltschonende Mobilitätsangebote, barrierefreie Fahrzeuge, wachsende Bevölkerung in vielen Städten – die Gründe, warum der öffentliche Personennahverkehr seit Jahren steigende Fahrgastzahlen aufzuweisen hat, sind vielfältig. Gleichzeitig sehen sich viele Verkehrsunternehmen zahlreichen Herausforderungen gegenüber: Technologien wie Elektro- oder Hybridantriebe sind in die bestehende Flotte einzugliedern, innovative Kommunikationswege zum Kunden aufzubauen und bestehende Angebote wie Elektroautos oder Leihräder nicht zu vernachlässigen. Die ÖPNV-Branche steht also vor gravierenden Veränderungen, dazu gehören auch multimodale Verkehrsangebote mit Elektromobilität. Hier gilt es für die Verkehrsunternehmen, die vorhandenen Dienstleistungen anzupassen, neue Angebote zu integrieren und die eigenen Beschäftigten auf diesem Weg mitzunehmen.

Wie dies genau geschehen soll und welchen konkreten Anforderungen sich die Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Beschäftigten gegenübersehen, wurde am 26. Februar in Bochum in den Räumlichkeiten der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG diskutiert. Unter dem Titel „Beratung und Qualifizierung für eine multimodale Zukunft der Mobilität“ fand dort die erste Transferveranstaltung im Projekt „Professionelle Mobilitätsberatung für multimodale Verkehrsangebote im Kontext der Elektromobilität“ (ProMobiE) statt. Gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Modellbetriebe, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anderer Verkehrsunternehmen als auch branchenfremde Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden Hintergründe und Rahmenbedingungen einer multimodalen Zukunft der Mobilität betrachtet, die Mobilitätsberatung und ihre Akteure näher beleuchtet und die Möglichkeiten der Qualifizierung der Beschäftigten erörtert.

Beratung und Qualifizierung ErgebnisseWelche Rahmenbedingungen, Inhalte und Methoden werden zukünftig für eine Qualifizierung zur professionellen Mobilitätsberatung zielführend sein? Von der Unternehmensstrategie, über die Sensibilisierung aller Beschäftigten, bis hin zur IT-Infrastruktur wurden einige wesentliche Rahmenbedingungen identifiziert. Im intensiven Austausch über mögliche Inhalte kristallisierten sich vor allem solche als notwendig heraus, die auf eine umfassende Analyse des Mobilitätsverhaltens der Kunden abzielen. Innovative Ideen, wie das Coaching von Kunden hinsichtlich multimodaler Mobilität, konnten zudem den Fokus auf konkretere Kompetenzen für eine zukünftige Beratung werfen. An Methoden wurden u.a. interaktiv gestaltete Schulungen als ein probates Mittel für den Transfer des erlernten Wissens in die Praxis, beispielsweise durch die Bearbeitung von Fallbeispielen oder praxisnahen Rollenspielen, diskutiert. Weitere aufschlussreiche Vorträge, viel Erfahrungsaustausch und neue Impulse rundeten einen gelungen Tag ab. Der rege Austausch eröffnete neue Perspektiven für unterschiedliche Möglichkeiten der Integration innovativer Mobilitätsberatungsdienstleistungen.