Abschlusstagung des Förderschwerpunkts: Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität – Mit kundenorientierten Angeboten zum Erfolg

Clarissa Schmitz präsentierte am ProMobiE-Stand die Projektergebnisse

Wie lässt sich der Markt für Elektromobilität schneller und effektiver durchdringen? Auf welche Weise helfen innovative Dienstleistungen dabei, die Akzeptanz von Elektromobilitätslösungen zu verbessern? Unter dem Motto “Mit kundenorientierten Angeboten zum Erfolg” präsentierten 16 Projekte ihre Forschungsergebnisse und luden die Veranstaltungsteilnehmenden zum Austausch in interaktiven Sessions ein.

Von ProMobiE hat Prof. Dr. Tim Unger, Institut für Erziehungswissenschaft der RWTH Aachen, die Session „Intermodale Mobilität“ moderiert. In dieser haben Prof. Dr. Martin Frenz und Clarissa Schmitz, Institut fürArbeitswissenschaft der RWTH Aachen, sowie Prof. Dr. Tim Unger und Michel Michiels-Corsten, Institut für Erziehungswissenschaft der RWTH Aachen, den Vortrag „Professionelle Mobilitätsberatung in Zeiten von Multimodalität und Elektromobilität – Erkenntnisse und  Handlungsempfehlungenaus dem Projekt ProMobiE“ gehalten.

Abschlusspublikation des Förderschwerpunkts „Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität“

Abschlusspublikation des Förderschwerpunkts „Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität“Die 15 Verbundprojekte im BMBF-Förderschwerpunkt „Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität“ und das Begleitforschungsprojekt DELFIN haben eine gemeinsame Abschlusspublikation mit den Ergebnissen ihrer Forschungsarbeiten vorgelegt. Diese kann über den folgenden Link kostenlos heruntergeladen werden:

Download: Dienstleistungen als Erfolgsfaktor für Elektromobilität. Ergebnisse aus dem Förderschwerpunkt “Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität” (PDF, 9,5MB)

 

Kurzbeschreibung

Elektromobilität ist für das “Autoland” Deutschland kein Zukunftsthema mehr, sondern in der Gegenwart angekommen. Sowohl die vielen Medienberichte, als auch die zahlreichen Forschungsprojekte und nicht zuletzt das verstärkte Engagement der deutschen Automobilbranche in puncto Elektromobilität zeigen die zunehmende Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft. Dienstleistungen können die Verbreitung von Elektromobilität unterstützen. Von “Dienstleistungen” zu sprechen und diese auf ein singuläres Forschungsgebiet zu reduzieren, wäre zu kurz gedacht. Wie auch bei physischen Produkten haben wir es hier mit einer großen Heterogenität zu tun. Bei Dienstleistungen steht nicht der materielle Wert eines Produkts, sondern die erbrachte Leistung zur Deckung eines Bedarfs im Vordergrund. Erforderlich ist deshalb eine Vielfalt an Dienstleistungsarten in die Forschung einzubeziehen. Aus diesem Grund wurden mit dem Förderschwerpunkt “Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) 16 Verbundprojekte aus verschiedenen Dienstleistungsbereichen gefördert. Die vorliegende Abschlusspublikation präsentiert die Ergebnisse aus 15 Verbundprojekten sowie dem wissenschaftlichen Begleitprojekt DELFIN.

Handlungsempfehlung und Good Practice-Beispiele in der digitalen Infomappe »Multimodal unterwegs«

Praktische Handlungsempfehlungen, um umweltfreundliche, multimodale Angebote zu stärken

Auch Erkenntnisse von ProMobiE flossen in die Sammlung der Handlungsempfehlungen des VCD mit ein. Denn wenn multimodale Produkte den klassischen ÖPNV ergänzen, werden aus Kundenzentren Mobilitätszentralen. Eine Vielfalt an Verkehrsangeboten trifft auf die individuellen Mobilitätsbedürfnisse der Kundinnen und Kunden.

„Aus den Beschäftigten eines Kundenzentrums werden Mobilitätscoaches, welche konkrete Impulse für ein verändertes Mobilitätsverhalten geben – eine Interaktionsarbeit, welche besondere Anforderungen stellt: Die Beratenden müssen für das neue Tätigkeitsfeld inhaltlich wie methodisch qualifiziert werden.“

Hier liefert ProMobiE das unternehmensübergreifendes Schulungskonzept für die Qualifizierung von Beratenden. Konkret zu den Empfehlungen des VCD zur Mobilitätsberatung:
https://www.vcd.org/themen/multimodalitaet/schwerpunktthemen/mobilitaetsberatung/

Die kostenlose digitale Infomappe gibt Verwaltungen und Verkehrsunternehmen praktische Handlungsempfehlungen, um umweltfreundliche, multimodale Angebote zu stärken. Die komplette Infomappe finden hier:
https://www.vcd.org/themen/multimodalitaet/handlungsempfehlungen/

Buchveröffentlichung: Elektromobil durch die Zukunft

Das Buch „Elektromobil durch die Zukunft“ – Zukunftsszenarien und neue Dienstleistungen für die Elektromobilität 2030 ist nun sowohl als Taschenbuch als auch als E-Book verfügbar. Die Buchveröffentlichung gibt die Erkenntnisse des Forschungsprojektes KIE-Lab (Kunden-lnnovationslabor Elektromobilität) und weiterer namhafter Forschungsprojekte des Förderschwerpunkt Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität wieder. Dabei geht es vor allem darum, dass die Entwicklung einer neuen Elektro-Mobilitätskultur nicht allein technische Innovationen, sondern auch neue soziale Dienstleistungen benötigt. Darüber hinaus wird in Szenarien einfach verständlich aufgezeigt, welche Auswirkungen die aktuellen Forschungserkenntnisse auf das Jahr 2030 haben.

Michel Michiels-Corsten und Clarissa Schmitz vom Projekt ProMobiE haben das Kapitel „Mobilitätsberatung zu multimodalen Verkehrsangeboten im Kontext der Elektromobilität – Spannungsfelder der organisationalen und gesellschaftlichen Gestaltung“ zu der Publikation beigesteuert.

Erhältlich ist das Buch in E-Book-Shops und Online-Shops wie etwa Amazon, den Tolino Shops, Apple iBooks oder Google Play.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt KIE-Lab und der Veröffentlichung:
http://www.kie-lab.de/xd/public/content/index.html?pid=114

ProMobiE auch bei der 8. VDV-Akademie Elektrobuskonferenz vertreten

Zwei Tage, 39 Referenten und 430 Teilnehmer aus 16 Ländern. Die 8. VDV-Akademie Elektrobuskonferenz war für alle Teilnehmenden ein voller Erfolg. Die bewährte Mischung aus Wissensvermittlung auf der Konferenz und anschaulicher Praxis in der Fachausstellung ElekBu hat auch in diesem Jahr voll überzeugt.

In gängiger Form mit Einzelvorträgen und einer Podiumsdiskussion mit Batteriebus-Betreibern hat die Konferenz wieder die Plattform geboten, um gangbare Wege in die elektrische Antriebstechnik für ÖPNV Busse aufzuzeigen. Sie ist der Branchentreff beim Thema Elektrobusse.

Parallel zur Konferenz fand die Fachmesse ElekBu statt, auf der Batteriebushersteller, deren Unterlieferanten sowie Firmen, die Verkehrsunternehmen bei der Beschaffung dieser Busse beraten, ihre Produkte und Dienstleistungen vorstellten.

Einen bunten Rückblick auf die 8. VDV-Akademie Elektrobuskonferenz finden Sie auf der Webseite der VDV-Akademie: Volle Ladung Elektromobilität

Kundenberatung im Wandel: Erfolgreiche Veranstaltung zu professioneller Kundenberatung im ÖPNV

Gisbert Schlotzhauer (Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG) gab einige Impulse für die Veranstaltung. Michael Weber-Wernz (VDV-Akademie) hat durch die Veranstaltung geführt. An den moderierten Thementischen wurde rege diskutiert. Fotos: BOGESTRA

Am 16.02.2017 fand in Bochum die Abschlussveranstaltung des Projekts ProMobiE unter dem Titel „Professionelle Kundenberatung im ÖPNV – Lösungen in Zeiten von Multimodalität und Elektromobilität“ statt. Etwa 60 Teilnehmer haben in der „Engelsburg“ der BOGESTRA die Veränderungen und Herausforderungen der Mobilität der Zukunft und die Auswirkungen auf die Kundenberatung und die Qualifizierung der Beschäftigten diskutiert.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden Erfahrungen und Ergebnisse mit multimodalen Angeboten präsentiert und diskutiert. Zunächst gaben Gisbert Schlotzhauer (Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG) und Stefan Hilger (VDV-Akademie) einige Impulse zum Wandel in der Branche für die Veranstaltung gegeben. Der weitere Vormittag war von Einblicken in die innovative Praxis geprägt. Jens Hollritt (Leipziger Verkehrsbetriebe) hat Einblicke in die Entwicklung „Vom Verkehrsunternehmen zum Mobilitätsdienstleister“ gegeben und das multimodale Konzept „Leipzig mobil“ vorgestellt. Frieder Zappe (Verkehrsverbund Rhein-Neckar) hat die „Ausgestaltung des Mobilitätsverbundes Verkehrsverbund Rhein-Neckar durch Mobilitätszentralen“ aufgezeigt.

Der Nachmittag fand hauptsächlich an moderierten Thementischen statt. Hier wurden Projektergebnisse und -erfahrungen aus den Bereichen „Strategien & Angebote multimodaler Mobilität“, „Rahmenbedingungen für Beratung zu multimodalen Mobilitätsangeboten“ und „Kompetenzen & Qualifizierung für eine professionelle Kundenberatung“ geteilt und gemeinsam mit den Teilnehmenden rege diskutiert.

Die Veranstaltung zeigte, dass sich die Verkehrsunternehmen zu multimodalen Mobilitätsanbietern entwickeln. Dies ist nötig und sinnvoll, darüber waren sich alle einig. Es wurde aber auch deutlich, dass der Weg dahin noch offen ist. Verschiedene Strategien sind hier möglich, da die regionalen Gegebenheiten auch unterschiedlich sind. Auf dem Weg zum multimodalen Anbieter ist die Kundenberatung für alle Unternehmen ein wichtiger Schlüssel. So können neue Angebote am besten vermittelt werden und neue Möglichkeiten der Mobilität aufgezeigt werden. Dazu braucht es entsprechend qualifizierte Kundenberaterinnen und Kundenberater, die auf diesem Weg mitgenommen werden wollen und sollen.

Die Kundenberatung ist im Wandel, sie wird persönlicher und individueller – auch das zeigte die Veranstaltung. Klare Unternehmensstrategien und entsprechend qualifizierte Beraterinnen und Berater sind dazu nötig. Dann stärkt die professionelle Kundenberatung zu multimodalen Angeboten die Zukunft des ÖPNVs!


Geschützt: Professionelle Kundenberatung im ÖPNV – Downloadbereich für Teilnehmende

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

ProMobiE-Projektrundbrief III: Qualifizierung für die Mobilitätsberatung im 21. Jahrhundert

ProMobiE-Projektrundbrief III: Qualifizierung für die Mobilitätsberatung im 21. JahrhundertFrisch aus der Druckerei ist diesmal der Projektrundbrief III eingetroffen. Das Thema lautet: Qualifizierung für die Mobilitätsberatung im 21. Jahrhundert.

Im Projektrundbrief werden die Anforderungen an die Qualifizierung von Mobilitätsberater/innen aufgegriffen. Dazu werden die gewünschte Einarbeitung, Methodik und Struktur der Qualifizierung dargestellt. Inhaltlich wurden die folgenden Bedarfe herausgearbeitet:

  • Den Wandel der Mobilität gestalten
  • Die Angebote der Kooperationspartner
  • Individuelle Beratung zu multimodalen Angeboten

In diesen drei Themenfeldern sind im Zuge von multimodaler Beratung breiteres Wissen und erweiterte Kompetenzen notwendig. Bei der Konzeption der ProMobiE-Qualifizierung lag der Fokus auf der Vermittlung von Handlungskompetenz, um das selbständige Planen, Durchführen und Kontrollieren der Arbeitstätigkeit zu unterstützen. Orientierung gab das Modell der vollständigen Handlung. Die einzelnen Module der ProMobiE-Qualifizierung werden im Projektrundbrief kurz vorgestellt.

Um die Erfahrungen aus dem Projekt und die aktuellen Entwicklungen aufzunehmen, interviewt Vanessa Potzolli (VDV-Akademie) Cornelia Kistner (Rhein-Neckar-Verkehr GmbH – rnv). „Es ist vor allem wichtig, in der Qualifizierung praxisnah zu arbeiten, auch oder gerade weil es sich bei der Beratung zu multimodalen Angeboten zu einem Großteil noch um ein Zukunftsthema handelt“, so Frau Kistner. Sie stellt zudem das Gesamtqualifizierungskonzept der rnv für Mobilitätsberater/innen vor.

Weiterhin führt Frau Potzolli ein Interview mit Ola Bettermann (BOGESTRA). Es werden die durchgeführte Qualifizierung und die gewonnenen Erkenntnisse besprochen. Frau Bettermann erklärt: „Die Darstellung der Hintergründe, warum das Thema Multimodalität für uns als Verkehrsunternehmen eine so hohe Bedeutung hat, hat zu mehr Verständnis bei den Teilnehmern geführt und erhöhte die Bereitschaft, sich für das Thema zu engagieren.“

Den Projektrundbrief III können Sie hier auch direkt als PDF abrufen.

Rückblick auf das 3. VDV-Symposium Multimodalität

Haben Busunternehmen eine Zukunft? – JA, aber nicht als Busunternehmen wie es heute existiert, sondern als verändertes Unternehmen – als Mobilitätsanbieter! So in etwa war die Botschaft des Vorstandes der Stadtwerke Osnabrück, Herrn Prof. Dr. Stephan Rolfes, beim 3. Symposium Multimodalität. Klar ist – und das heben auch die anderen Vortragenden bei der Veranstaltung hervor: Es steckt viel Energie in dem Thema Multimodalität.

Das „3. VDV-Symposium Multimodalität – ÖPNV und X-Sharing: Mobilität als Service!“ fand am 31.01.2017 – 01.02.2017 in Osnabrück statt. Es diskutierten etwa 90 Personen wie die Mobilitätsanbieter sich aktuell und in Zukunft aufstellen müssen.

Der Aspekt der Mobilitätsberatung wurde von dem Vertreter des Projekts ProMobiE, Stefan Hilger, in die Veranstaltung eingebracht. Er hat mit seiner Präsentation „Mit professioneller Beratung multimodale Angebote pushen“ aufgezeigt, dass Beratung Multimodalität und Elektromobilität voranbringen kann. Denn ein wichtiger Grundsatz ist: Neue und innovative Angebote werden vom Kunden nur dann genutzt, wenn er diese auch versteht und er diese einfach handhaben kann. Hier helfen Beratung und Information. Diese können am besten die Kundenberaterinnen und -berater leisten. Sie können den Kundinnen und Kunden das komplexe Thema Multimodalität nahe bringen und, zusammen mit diesen, individuelle Mobilitätskonzepte entwerfen.

Eine Nachlese zum 3. VDV-Symposium Multimodalität finden Sie beim Veranstalter, der VDV-Akademie.

ProMobiE-Projektrundbrief II: Mobilitätsberatung – Aktuelle und zukünftige Anforderungen und Handlungsfelder

Druckfrisch eingetroffen ist heute der Projektrundbrief II mit dem Titel: Mobilitätsberatung – Aktuelle und zukünftige Anforderungen und Handlungsfelder.

Im ersten Teil des Rundbriefes werden Erkenntnisse zum status quo der Mobilitätsberatung in den Blick genommen und Merkmale dieser Dienstleitung prägnant beschrieben. Auf dieser Basis werden absehbare Entwicklungen der Mobilitätsberatung skizziert. Die neuen Aufgaben in der Mobilitätsberatung bringen auch neue Anforderungen an die Mitarbeitenden in Kundenzentren des ÖPNV mit sich. Daher werden im zweiten Teil Kompetenzen für eine multimodale Beratung in einem Lernfeld definiert. Diese bildeten im weiteren Projektverlauf die Basis für die entwickelten Schulungsmodule.

Den Abschluss der Broschüre stellt ein Rückblick auf die Fachtagung „Anforderungen in der Mobilitätsberatung – Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis“ dar, die am 19.04.2016 an der RWTH Aachen University stattfand.

Den Projektrundbrief II können Sie hier auch direkt als PDF abrufen.